Wo die Wurzeln

der Familie Bassewitz sind!

FerienGut Dalwitz

Am 26. August wird die Remise nicht öffnen.

Es findet eine geschlossene Gesellschaft statt.





Familienchronik

Die Wurzeln im Mittelalter

Das Geschlecht derer von Bassewitz findet erstmals im Jahr 1254 mit Bernhardus de Bassewicze und später, 1308, mit einem Heinrich von Bassewitz urkundliche Erwähnung. Der Name leitet sich vermutlich vom Ort Basse ab. In dieser Zeit war Mecklenburg kriegerisch und sehr ungemütlich, und auch die Mitglieder der Familie Bassewitz taten sich als Raubritter hervor. In Kyritz an der Knatter (Brandenburg) wird bis heute mit dem Bassewitzfest der Sieg über den Kurt Bassewitz gefeiert, der vergeblich versucht hatte, die Stadt im Sturm zu erobern.

Die Familie teilte sich im 14. Jahrhundert in zwei Linien: in die mecklenburgische Linie mit Besitztümern im Gebiet des eigentlichen Herzogtums Mecklenburg und in die wendische im Gebiet des wendischen Fürstentums im Osten Mecklenburgs, zu deren Besitz bereits im 14. Jahrhundert Lühburg mit Basse sowie Dalwitz und Prebberede zählten. Der Stammvater beider Familienstämme ist Hans von Bassewitz († 1397), Gutsherr auf Hohenluckow. Der Wallgraben auf Gut Dalwitz, der älteste Teil der Hofanlage, stammt aus diesen frühesten Zeiten der wendischen Befestigungsanlagen. Die Wallanlage wurde 1235 urkundlich erwähnt, ist aber vermutlich noch viel älter. Ein Kreuzgewölbe und Röhrentunnel, die noch im Keller des jetzigen Hauses zu sehen sind, erinnern an das feste Haus der Burganlage, das wahrscheinlich im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) zerstört wurde. Der Dreißigjährige Krieg war für Mecklenburg besonders folgenschwer, nur 20 Prozent der Bevölkerung überlebten.

Frühe Neuzeit: Diplomaten und Aufklärer

Nach den "wilden Zeiten" brachte die Familie nun auch Politiker und Unternehmer, Abenteurer und Dichter hervor. Friedrich-Henning Graf von Bassewitz (1680–1749) ist der wichtigste Politiker der Familie. Er war zunächst beim Herzog von Holstein-Gottorp Ministerpräsident und vermittelte die Hochzeit des Herzogs mit der einzigen Tochter des russischen Zaren Peter dem Großen, Anna Petrowna. Bassewitz wurde Berater von Zarin Katarina I und hat offensichtlich mit der Politik Geld verdient. Er fuhr mit Kutsche und Schlitten nach St. Petersburg, wurde Freund und Saufkumpan des Großfürsten Menschikow, erhielt in Estland riesige Güter zum Lehen, musste aber schließlich aus Russland fliehen und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Prebberede. Vier Bassewitz wurden in Mecklenburg zum Landesvater. Der Letzte war Karl Graf von Bassewitz (1855–1921), der bis 1913 Staatsminister (Ministerpräsident) beim Großherzog von Mecklenburg war. Er setzte sich leider erfolglos für die Abschaffung der Stände und mehr Demokratie im Land ein und trat 1912 enttäuscht zurück, da er seine Reformideen gegen die Stände nicht durchsetzen konnte. Karl verkörpert damit das soziale Element unserer Familie. Sabina von Bassewitz (1716–1790) gehörte zu den sogenannten berühmten Frauen. Sie schrieb Kirchenlieder, dichtete und philosophierte. Außerdem pflegte sie Kontakt mit Voltaire, der in einem seiner Briefe ihren Charme und Stil und lobte und die Meinung vertrat, dass ihre Memoiren druckreif seien. Ihrem Ehemann Matthias setzte Sabina mit dem folgenden Gedicht ein Denkmal im Garten (hinter der kleinen Brücke am Abfluss des Wallgrabens): "Der Edle, der vergnügt das Feld der Väter bauet, mehr wie des Goldes sich des Glücklichmachens freuet, mehr wie den Tod das Unrecht scheuet, auf Hohe frei, auf Niedre freundlich schauet, sein Lob sich ungesucht erwirbt, Gott hat zu Gott, stirbt nicht, wann er stirbt."

Entstehung des Gutshauses

Im Jahre 1726 ließ Joachim-Otto von Bassewitz, der zeitweilig Schlosshauptmann in Kiel gewesen war, nach Plänen des holsteinischen Baumeisters Rudolph Matthias Dallin das jetzige Gutshaus und die Gutsanlage im Barockstil erbauen. Die Barockanlage blieb bis 1855 unverändert, dann setzte eine dynamische Entwicklung des Gutes ein. Es wurde von Heinrich Graf von Bassewitz bewirtschaftet. Er war ein sehr erfolgreicher und moderner Landwirt. So baute er eine Feldbahn, war Mitgesellschafter der Zuckerrübenfabrik in Tessin und führte den Zuckerrübenanbau in seinen Betrieben ein. Die Feldbahn, die über alle Äcker führte, diente dem Abtransport der Rüben und gleichzeitig dem Transport von Düngemitteln, die zu dieser Zeit bekannt wurden. Mit der Rübenbahn, die noch bis 1969 in Betrieb war, durchbrach er die sogenannten Thünschen Kreise, das erste volkswirtschaftliche Transportkostenmodell. Mit der Integration der Zuckerrübe in die Fruchtfolge und der Düngung konnten die Erträge deutlich verbessert werden, und die Landwirtschaft brachte auf den großen Mecklenburger Gütern viel Geld ein. Dies änderte sich erst Ende des Jahrhunderts und bis in die 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts, als die europäische Landwirtschaft mit den billigeren Importen aus Nord- und Südamerika konkurrieren musste. Den Wohlstand dieser Jahre erkennt man heute noch an den Resten der Wirtschaftsgebäude, die in ihrer Zeit ausschließlich mit Schiefer gedeckt waren.

Im Jahre 1855 wurde das dem Haupthaus gegenüberliegende zweite Barockhaus und das Torhaus abgerissen, und es entstand der L-förmige Tudoranbau am Gutshaus. Der gesamte Hof wurde im Tudorstil, meist auf den Fundamenten der Barockanlage, neu aufgebaut. Typisch für den Tudorstil (Neugotik) sind die Spitzfenster, die heute teilweise noch auf dem Hof zu sehen sind.

Vertreibung und Enteignung

Der letzte Eigentümer von Gut Dalwitz mit Stechow und Stierow war Heinrich Graf von Bassewitz, der 1945 enteignet wurde. In seinen Tagebuchaufzeichnungen schreibt er 1945 über die Ereignisse: "Ich selbst wollte bleiben, da ich keine andere Möglichkeit sah, den Besitz zu erhalten. Auch fühlten mein Bruder Gerd (Lühburg) und ich uns verpflichtet, unsere Leute nicht im Stich zu lassen. Doch bald zeigte sich, dass wir sehr gefährdet waren. Jeder Besitzer oder Verwalter, der ein schlechtes Zeugnis von seinen Fremdarbeitern bekam, wurde erschossen. Ein Offizier versammelte die polnischen Arbeitskräfte und forderte sie auf, sich aus unserem Haus zu holen, was sie brauchten. Bis abends 10 Uhr war das Haus leergeräumt. Dann wurden die meisten Pferde abgeholt. Die Bevölkerung wird Tag und Nacht von den Russen geängstigt. Sei es durch Plünderungen oder durch Frauenjäger. Dalwitz hat noch sieben statt ehemals 38 Pferde, Stierow 11 statt 33 und Stechow 3 von 16 Pferden. Alle Schlepper sind fort, sämtliche Kühe, das ein- bis zweijährige Jungvieh und die Schafe. Herr Russig, der Statthalter von Stechow, wurde schon am ersten Tag hinterrücks erschossen. So fanden 17 Nachbarn von Dalwitz den Tod durch Erschießung oder Selbstmord."

Am 5. September 1945 erließ die damalige mecklenburgische Regierung eine Verordnung, nach der der gesamte Grundbesitz über 100 ha enteignet werden sollte. Am 6. Oktober erfolgte die Ausweisung mit dem Verbot, sich innerhalb eines Umkreises von 30 Kilometern vom ehemaligen Besitz aufzuhalten. Dalwitz wurde aufgesiedelt und jeder Siedler erhielt rund 5 Hektar Acker, 0,5 Hektar Grünland und 0,25 Hektar Wald, dazu einen Teil eines Wirtschaftsgebäudes. 1952 wurden die Siedlerstellen in Kolchosen (LPGs) überführt, womit auch die Siedler ihr gerade erworbenes Eigentum wieder verloren. Heinrich Graf von Bassewitz flüchtete erst im Oktober 1945 nach Schleswig-Holstein, wo er zunächst bei einer Cousine eine 8-Hektar-Bauernstelle übernahm. Sein Sohn, Dr. Henning-Friedrich Graf von Bassewitz war der erste in einer Tradition von 22 Generationen, der nicht in Dalwitz lebte.




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